Aus meinen frühen Jahren.

Als Kind habe ich gerne gelesen und gehörte bereits mit 10 Jahren zur Stammkundschaft unserer Leihbibliothek in Ober-Roden, meinem Heimatort südlich von Frankfurt, der direkt an den Rodgau grenzt. Vielleicht ist Ihnen die hessische Band Rodgau Monotones bekannt? Von da nebenan komme ich ursprünglich her. Als ich eines Tages in die Bücherei kam, um mir zum vierten Mal meinen absoluten Favoriten auszuleihen, war das Buch weg. Der Schock saß tief, denn mir wurde klar, dass ich das Buch vielleicht nie wiedersehen würde. Deshalb beschloss ich, meine eigene Bibliothek zu gründen, damit ich meine Lieblingsbücher immer um mich hatte und unabhängig war. Das zog ich viele Jahre und mehrere hundert Bücher lang durch.

 

Durch das intensive Lesen kam ich zum Schreiben. Ich führte Tagebuch, schrieb je nach Stimmungslage "tiefgründige" oder "lustige" Briefe an Freunde, überlegte mir Sketche und kreierte Einladungskarten für meine Partys oder Spieletreffen. Kennen Sie noch das Brettspiel Inkognito - Agententreffen in Venedig? Drei Freunde und ich trafen uns regelmäßig zum Spielen. Natürlich musste dazu auch standesgemäß geladen werden:

Einladung zum Inkognito-Spieleabend, Artefakt aus den späten 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Einladung zum Inkognito-Spieleabend, Artefakt aus den späten 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Schließlich machte ich das Schreiben zu meinem Beruf. Es macht mir noch immer jede Menge Spaß, Texte auszudenken - auch wenn meine Schreibarbeiten heute auf einer fundierten journalistischen Ausbildung beruhen und auf den Kundenbedarf ausgerichtet sind. Doch jeder Auftrag ist anders. Auf diese Weise bleiben Kreativität und Abwechslung erhalten.